Die Wahrheit über Schmerz und seine Bewältigung

10. Februar 2024 Von chrissi 0

Es ist ein allgemein anerkanntes Zitat, dass Schmerzen nicht durch Schmerzen selbst verursacht werden, sondern durch den Widerstand gegen sie. Dieser Gedanke, obwohl er nicht immer sofort einsichtig ist, birgt eine tiefgründige Wahrheit in sich. Im Alltag wird diese Weisheit jedoch oft übersehen und vernachlässigt.

Ein Beispiel dafür sind die zahlreichen Werbespots für Medikamente, die im Fernsehen gezeigt werden. Sie stellen eine idyllische Szene dar, in der eine glücklich aussehende Frau durch ein Feld voller Blumen läuft, während eine Stimme aus dem Off die Vorzüge eines bestimmten Medikaments anpreist. Doch am Ende folgt unweigerlich die Auflistung möglicher Nebenwirkungen. Diese können von harmlosen Symptomen wie Schläfrigkeit und Übelkeit bis hin zu schwerwiegenden Folgen wie Blutgerinnseln, Schlaganfällen und in einigen Fällen sogar dem Tod reichen.

Die Risiken der Symptombehandlung

Ob es sich nun um Medikamente für Psoriasis oder das Restless-Legs-Syndrom handelt, oft stellt sich die Frage, ob die Lösung eines unangenehmen, aber nicht lebensbedrohlichen Problems tatsächlich das Risiko so vieler weiterer Beschwerden wert ist. Diese Art des Denkens ist weit verbreitet, wenn ein Drink, eine Zigarette oder ein Eimer Hühnchen als schnelle Lösung für ein unangenehmes Gefühl erscheinen.

Obwohl diese Dinge kurzfristig Erleichterung bringen können, öffnen sie uns für ein großes Potenzial an zukünftigen Schmerzen. Im Laufe des Lebens neigen viele Menschen dazu, sich auf diese Krücken zu stützen. Trotz enormer Fortschritte im Laufe der Jahre erfordert es manchmal immer noch bewusste Anstrengungen, der sofortigen Befriedigung zu widerstehen, wenn Schmerzen aufkommen.

Die Falle der sofortigen Befriedigung

Es kann sich wie ein Reflex anfühlen – man möchte, dass dieses Gefühl aufhört und weiß genau, welche Lösung es betäuben wird. Was man in diesem Moment, in dem man nach der Pille greift – was immer sie auch sein mag – nicht immer bedenkt, ist, dass das Betäuben des Symptoms selten die Ursache beseitigt. Es ist eigentlich nur eine Vermeidungstaktik. Es ist eine Möglichkeit, sich sofort besser zu fühlen, ohne etwas zu tun, um sich insgesamt besser zu fühlen.

Es mag den Schmerz eines Streits lindern, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass es Konflikte gibt. Es mag den Schlag eines Verlustes abmildern, aber es ändert nichts daran, dass jemand oder etwas weg ist. Es mag die Realität dessen, was ist, trüben, aber es macht es in keiner Weise anders.

Die Notwendigkeit, Schmerz zu akzeptieren

Häufig fühlen wir den Drang, etwas zu tun, um den Schmerz verschwinden zu lassen. Meistens ist es jedoch notwendig, ihn anzunehmen, von ihm zu lernen und dann auf der Grundlage dessen zu handeln, was wir gelernt haben. Es mag unangenehm sein, gegen das zu handeln, was wir normalerweise tun, aber es ist der einzige Weg, um die Möglichkeit zu schaffen, uns besser zu fühlen, als wir es normalerweise tun.

Fazit

Die Bewältigung von Schmerzen erfordert Mut, Akzeptanz und die Bereitschaft, aus ihnen zu lernen. Es ist wichtig, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen zu erkennen und anzugehen. Nur so kann man langfristig ein gesünderes und zufriedeneres Leben führen. Diese Haltung erfordert Übung und Geduld, doch die Belohnungen sind es wert. Schließlich geht es nicht darum, Schmerzen zu vermeiden, sondern darum, wie man mit ihnen umgeht und aus ihnen lernt.