Die Reise zur Selbstliebe: Ein Interview mit Jeanine Nicole Cerundolo
11. Februar 2024
Im Rahmen einer monatlichen Werbeaktion für das Buch „Tiny Buddha’s Guide to Loving Yourself“ werden täglich Interviews mit einigen Beitragenden des Buches geführt. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Selbstliebe und die Kontrolle des inneren Kritikers. Das Buch enthält 40 Geschichten von Mitwirkenden von Tiny Buddha.
Inhaltsverzeichnis
Über die Autorin
Jeanine Nicole Cerundolo, eine Yoga-Lehrerin und Glückscoach, ist die heutige vorgestellte Mitwirkende. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Welt zu fördern, in der wir uns alle durch eine Fülle von Selbstliebe mehr selbstbestätigen, mehr Vertrauen in die Kraft unserer Träume haben und mehr Erfüllung im Prozess ihrer Verwirklichung finden. Ihr Beitrag zum Buch beleuchtet die Vorteile der Annahme sowohl positiver als auch negativer Emotionen, anstatt davon auszugehen, dass wir immer glücklich sein müssen.
Der Weg zur Selbstliebe
Jeanine beschreibt sich selbst als sensible und emotional hochsensible Person, die sowohl die Freuden als auch die Dunkelheit des Lebens tief empfindet. Ihre Reise zur Selbstliebe war ein Weg zur Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz und schließlich zur Selbstverwirklichung, indem sie sich selbst sein ließ und das Reichtum des Lebens fließen ließ, ohne es mit vorgefertigten Vorstellungen, Konzepten oder Wünschen zu kontrollieren. Durch ihre Transformation und die Einbindung in entsprechende Gemeinschaften hat sie an Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung gewonnen. Sie ist zu der Erkenntnis gelangt, dass sie bereits das ist, was sie immer gesucht hat.
Selbstakzeptanz und Selbstliebe
Trotz ihrer hohen Ansprüche an sich selbst und des enormen Drucks, den sie auf sich selbst ausübt, um Erfolg und Wachstum zu erzielen, fühlt sich Jeanine nicht als „fehlerhaft“. Sie ist jedoch oft ungeduldig mit ihren „Schwächen“ oder ihrer „Schattenseite“, und der Widerstand gegen diese Teile von sich selbst verstärkt nur ihre Macht. Um von Selbstzweifeln und Selbsthass zu Selbstliebe zu wechseln, nutzt sie Techniken wie Atemarbeit, das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs, die Erinnerung daran, dass alles vorübergeht und Teil des Prozesses ist, und das Einholen von Hilfe, wenn nötig.
Die Wertschätzung der eigenen Einzigartigkeit
Jeanine hat oft das Gefühl, dass ihre lebendige Ausdrucksweise ein Fehler ist, wenn sie zu überschwänglich teilt, zu schnell in ihrer Begeisterung spricht oder zu stark auftritt. Sie glaubt jedoch, dass ihre Begeisterung für das Leben und die Themen, die sie begeistern, ansteckend sein können und sogar bewundert werden. Sie erkennt an, dass es wichtig ist, einen ausgewogenen Ansatz zu verfolgen, vor dem Sprechen nachzudenken und zum Wohl anderer zu teilen, nicht nur, weil sie es möchte.
Vom Fehler zur Selbstvergebung
Jeanines größte Fehler sind immer dann, wenn sie glaubt, dass die „Wahrheit“ oder ihr „Glück“ außerhalb von ihr selbst liegt. Wenn sie eine andere Person so sehr bewundert, dass sie eifersüchtig oder unsicher wird, oder wenn sie etwas (eine Gelegenheit oder eine Beziehung) so sehr will, dass sie die Freude und Ganzheit des gegenwärtigen Moments verpasst, raubt sie sich selbst die Wahrheit, dass sie bereits vollständig ist. Der Prozess des Vertrauens in sich selbst und die Erinnerung daran, dass sie die Antworten und den Frieden, den sie sucht, in sich selbst finden kann, ermöglicht es ihr, Erleichterung von der Gier oder Verzweiflung zu empfinden, die die Mythe nährt, dass sie „nicht genug“ ist.
Die Kraft der Selbstvergleiche
Jeanine vergleicht sich oft mit anderen in Bezug auf das Tun, was sie liebt. Wenn jemand ein „besserer“ Yogalehrer ist, ein veröffentlichter Autor oder scheinbar mehr Erfolg hat als sie in den Bereichen, an denen sie arbeitet, dann hebt das tatsächlich die Bereiche hervor, in denen ihr Potenzial unerfüllt ist und darauf wartet, erfüllt zu werden. Sie kann in solchen Momenten unwohl werden, aber letztendlich hilft ihr die Erkenntnis, dass sie auf dem richtigen Weg ist, und die Dankbarkeit für diese Gelegenheiten, zu sehen, wo sie noch wachsen kann, dabei, die destruktiven Vergleiche abzulegen und durch Bestätigungen zu ersetzen.
Der Weg zur Unabhängigkeit
Jeanine würde ihrem jüngeren Ich sagen, dass es wichtig ist, weder abhängig noch unabhängig zu sein, sondern interdependent. Es ist wichtig, sich als Ganzes zu fühlen und sich selbst zu lieben, und es ist auch wichtig, diese Seelenfülle durch nährende Interaktionen mit anderen und in einer liebevollen Gemeinschaft zu nähren. Es geht nicht darum, eine Insel zu werden, sondern darum, nicht das Gefühl zu haben, dass etwas fehlt oder dass der eigene Wert davon abhängt, was andere von einem denken.
Die Furcht vor Authentizität
Obwohl Jeanine zugibt, dass sie selten Angst hat, ihre wahren Farben zu zeigen, arbeitet sie daran, sich ein wenig mehr zurückzuhalten und Zurückhaltung zu üben, da sie so begierig ist, offen und verletzlich zu sein. Sie hat oft das Gefühl, dass sie zu viel preisgegeben hat und sich dann Sorgen macht, wie ihr Teilen wahrgenommen wird. Es hilft jedoch, sich daran zu erinnern, dass die Angst mit der Zeit und Energie wächst, die man in sie hineinsteckt!
Pflege der eigenen mentalen Gesundheit
Jeanine betont die Bedeutung der Selbstfürsorge für ihre mentale Gesundheit. Die drei wichtigsten Dinge, die sie tun muss, um sich mental gut zu pflegen, sind: Erstens, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und alleine zu sein, um sich wieder mit sich selbst zu verbinden und aufzuladen. Zweitens, sich körperlich zu bewegen, um den Geist zu klären und sich in ihrem Körper gut zu fühlen. Drittens, sich Zeit für Kreativität zu nehmen, um ihren Geist zu stimulieren und ihre Seele zu nähren.
Fazit
Jeanine Nicole Cerundolo’s Reise zur Selbstliebe ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich selbst anzunehmen, seine Einzigartigkeit zu schätzen und sich nicht mit anderen zu vergleichen. Durch ihre Offenheit und Ehrlichkeit bietet sie wertvolle Einblicke und Ratschläge für jeden, der auf seinem eigenen Weg zur Selbstliebe ist.