Die Macht des Wandels: Umgang mit chronischen Krankheiten durch Kreativität und Perspektivwechsel

10. Februar 2024 Von chrissi 0

Es gibt ein Zitat von Mary Engelbreit, das besagt: „Wenn dir etwas nicht gefällt, ändere es; wenn du es nicht ändern kannst, ändere deine Denkweise darüber.“ Dieses Zitat kann ein mächtiger Wegweiser sein, besonders wenn man mit einer chronischen Krankheit konfrontiert ist. Es mag schwierig sein, die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu verlieren, aber man hat immer die Kontrolle über die eigene Denkweise.

Die Reise zur Selbsterkenntnis: Der Brief an den Vater

Ein besonderer Moment der Selbsterkenntnis kann oft durch eine scheinbar banale Handlung ausgelöst werden. So wie das Schreiben eines Briefes an den Vater zum 70. Geburtstag. Es war ein Meilenstein, der dazu führte, dass tiefe Gedanken und Gefühle auf das Papier flossen. Während dieses Prozesses kam die Erinnerung an eine Zeit zurück, in der Kreativität und Schreiben eine ständige Präsenz im Leben waren. Eine Zeit, in der Anerkennung und Auszeichnungen für das eigene Schreiben erlangt wurden, von der Grundschule bis ins Erwachsenenalter. Plötzlich wurde die Vernachlässigung des kreativen Selbst bewusst.

Die Diagnose: Morbus Crohn

Die Reaktion: Ein positiver Umgang

Im November 2008 kam die Diagnose Morbus Crohn. Für diejenigen, die nicht vertraut sind, ist Morbus Crohn eine chronische Erkrankung, die den Verdauungstrakt betrifft und schmerzhafte und peinliche Symptome verursachen kann. Und ja, es gibt keine Heilung dafür. Trotz dieser schweren Diagnose wurde ein positiver Ansatz gewählt: Eine Kombination aus östlichen und westlichen Behandlungsmethoden, eine ausgewogene Ernährung mit frischen und biologischen Lebensmitteln, wenig bis kein Fleisch und begrenzter Milchkonsum. Die Gesundheit verbesserte sich und das Leben nahm einen neuen Lauf.

Der Rückschlag: Das Ende der Remission

Obwohl die Bilder es nicht zeigen, markierte die Flitterwochen auf Hawaii das Ende der Remission. Es war Oktober 2010, fast zwei Jahre nach dem Krankenhausaufenthalt. Die Symptome kehrten zurück und es begann ein bekannter Abwärtstrend. Trotz der Rückkehr zu Yoga und gesünderer Ernährung verschlechterte sich die Gesundheit weiter und die allgemeine Stimmung sank.

Der Wendepunkt: Die Rückkehr zum Krankenhaus

Die Wiederbelebung: Die Rückkehr der Energie

Im April des folgenden Jahres wurde der Entschluss gefasst, ins Krankenhaus zu gehen. Und genau wie 2008 verbesserte sich die Gesundheit wieder. Die Energie kehrte zurück und das Leben nahm wieder Fahrt auf. Trotzdem war die Angst vor einem erneuten Rückfall sehr präsent.

Die Umkehrung: Crohn’s als Lehrer

Die Lektüre eines Buches, das von einer Person mit Morbus Crohn geschrieben wurde, führte zu einem Perspektivwechsel. Die Höhen und Tiefen der Autorin waren vertraut und ihre positiven Phasen verlängerten sich, als sie begann, Morbus Crohn als ihren Lehrer zu sehen. Dieser Gedanke war beruhigend und gab Anlass zur Hoffnung. Anstatt den Zustand als „Krankheit“ zu sehen, wurde er nun als „Lehrer“ angesehen.

Die Wiederentdeckung der Kreativität

Die Neuausrichtung der Energie

Während des Schreibens des Briefes an den Vater wurde bewusst, dass die kreative Energie, die einst präsent war, ignoriert worden war. Durch das positive Feedback auf den Brief wurde die Leidenschaft für das Schreiben und die Kreativität wieder entfacht. Selbst in Zeiten, in denen Symptome auftreten, wird nun nicht mehr gegrübelt und überanalysiert, sondern geschaffen. Der „Crohn’s-Lehrer“ hilft dabei, Gefühle in Worte zu fassen und die Reise in etwas Greifbares zu verwandeln.

Das Fazit: Lektionen aus der Reise

Die Reise durch das Leben mit einer chronischen Krankheit kann viele Lektionen lehren. Einer davon ist, dass Energie kostbar ist und sorgfältig eingesetzt werden sollte. Es kann überraschend sein, wo man seine Energie investiert. Eine weitere Lektion ist, dass es wichtig ist, sich an seine Wurzeln zu erinnern und das zu tun, was einen wirklich glücklich macht. In diesem Fall war es das Schreiben und die Kreativität.

Kämpfe und Herausforderungen können als Treibstoff für die Kreativität dienen. Ein Morgen voller Schmerzen kann zu einem Gedicht werden, ein Abend voller Übelkeit zu einer Skizze. Die Verbindung mit anderen Menschen ist ebenfalls von unschätzbarem Wert. Niemand ist auf dieser Reise allein und das Teilen und Lernen von anderen kann zu einer „gegenseitigen Verbesserung“ führen.

Es ist wichtig zu bedenken, dass man mehr ist als das, was einen belastet oder verfolgt. Und letztendlich ist die eigene Perspektive die eigene Realität. Wie man über etwas denkt und fühlt, liegt in der eigenen Hand. Das Lernen der Schritte im Tanz des Lebens ist eine lebenslange Lektion, die geschätzt und geehrt werden sollte. Lassen Sie Ihre Welt blühen, auch wenn die anfängliche Wahrnehmung eine Dürre ist.